Jahrestagungen

Jahrestagung 2017 – München

Die BAG Jahrestagung am 5.5.2017 in München hatte zum Thema „Transition – Übergänge“. Zur Ausschreibung hier. Die Vorträge beschäftigten sich damit, wie Kinder auf ihrem Weg zum Erwachsenenalter sich in jeder Lebensphase immer wieder neu mit der elterlichen psychischen Erkrankung auseinandersetzen müssen. Daneben ging es aber auch um die Übergänge zwischen den Versorgungssystemen von Kinder- und Jugendhilfe bzw. Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie und -psychotherapie einerseits hin zur Erwachsenenpsychiatrie und -psychotherapie bzw. Eingliederungshilfe andererseits.

Einführung und Ablauf durch Andreas Schrappe (hier)
Grußwort von Frau Stephanie Jacobs, Referentin für Gesundheit und Umwelt (hier).

Vortrag Prof. Dr. Silke Wiegand-Grefe, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf „Transition – Vom steinigen Übergang Jugendlicher mit psychisch kranken Eltern in die Erwachsenenversorgung“

Vortrag Prof. Dr. Johannes Jungbauer, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen, Aachen. Institut für Gesundheitsforschung und Soziale Psychiatrie „Der lange Schatten der Kindheit. Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie mit erwachsenen Kindern psychisch erkrankter Eltern“ (Präsentation hier)

Vortrag Peter Lehndorfer, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Vizepräsident des Vorstands der Bundespsychotherapeutenkammer „Übergänge gestalten – psychosoziale und psychotherapeutische Angebote für Kinder und Jugendliche psychisch erkrankter Eltern“ (Präsentation hier).

BAG-JT_2017-05-05

Von links: Andreas Schrappe (BAG), Prof. Dr. Johannes Jungbauer, Birgit Gorgas (RGU München), Prof. Dr. Silke Wiegand-Grefe, Peter Lehndorfer.

Während der Jahrestagung wurde erstmalig der Besondere Büchertisch durchgeführt: Fachkräfte aus der BAG stellten Kinder- und Fachliteratur vor, die sie selbst verfasst haben. Liste hier.

Am Nachmittag fanden in einem „World Café“ folgende Tischgruppen statt:

  1. Die Münchner Kindergruppen „power4you“(Gabi Wein­gart-Körner, Dia­konie Hasen­bergl, und Gudrun Zajicek, Sozialpsychiatr. Dienst), „rausg’schaut“ (Theo Kornder, Ökum. Beratungsstelle), „Trampolin“ (Ka­tharina Nagy „extra“) (Kurzbericht hier)
  2. Kinder psychisch kranker Eltern in der Beratungsstelle für seelische Gesundheit
    von Kindern und Jugendlichen – ein Fallbeispiel (Margaretha Bakdi, Kinder- und Jugendpsychiaterin im RGU, München) (Kurzbericht hier)
  3. Die Arbeit in Grup­pen am und mit dem Buch „Die Alleskönner – sind wir das?“ (Team von Skipsy, Arbeiterwohlfahrt KV Konstanz e.V.) (Kurzbericht hier)
  4. Erwachsen werden als Zustand – Transition aus der Sicht erwachsener Kinder (Dr. Christian Kloß, Berlin, Verein Seelenerbe e.V. – Verein erwa­chsener Kinder psychisch erkrankter Eltern) (Infos zu „Als sei nichts“ von Dr. Christian Kloß hier)
  5. „Sprich mit mir …“ – Ein Kooperationsprojekt der Caritas-Erziehungs­beratungsstelle München-Sendling (Eva Rettenbeck-Mertz, Stephanie Ewald) und der Erwachsenen­psychiatrie des kbo-Isar-Amper-Klinikum Mü Ost (Susanne Menzel, Maria Sperr) (Kurzbericht hier)
  6. Kinderbuch „Papas Seele hat Schnupfen“ und seine Früchte: Hörbuch mit Liedern und Unterrichtsimpulse für Klassen 3-6 (Claudia Gliemann, Autorin, und Sarah Kistner, Psychologin und Mitautorin der Unterrichtsimpulse) (Kurzbericht hier)
  7. Patenschaften von Kindheit bis Erwachsenenalter (Hilde Kapfer und Monika Schreiegg, Paten­schaften des SkF e.V., München) (Kurzbericht hier)
  8. „AK KipsE“ ( Kinder psychisch kranker Eltern) – Einblick in die Arbeit des Koopera­tions- und Vernetzungsgremiums zwischen Jugendhilfe und Gesundheitswesen (Susanne Schreiner und Kolleginnen des Orgateams)
  9. Münchner Hilfenetzwerke für Kinder und ihre psychisch erkrankten und / oder suchtkranken Eltern (Ines Dullnig, Matthias Laub) (Präsentation hier)

Jahrestagung 2016 – Günzburg

Vortrag Prof. Dr. Hannelore Lier-Schehl hier.
Vortrag Frau Gyöngyvér Sielaff (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) hier.

Jahrestagung 2015 – Wiesbaden

Im Zentrum der Jahrestagung am 8.5.2015 in Wiesbaden stand der Vortrag „Versierter Umgang mit den Sozialgesetzbüchern – zugunsten psychisch kranker Eltern und ihrer Kinder“ von Prof. Dr. jur. Julia Zinsmeister (Institut für soziales Recht, Fachhochschule Köln).Sie wies nach, dass die Unterstützung von (psychisch) behinderten Eltern auch zu den Leistungen der Eingliederungshilfe nach § 53 f. SGB XII zu zählen sei und nicht nur die Jugendhilfe nach SGB VIII zuständig sei. Beide Versorgungssysteme sollten ihre Hilfen miteinander abstimmen zugunsten des Kindeswohls und der betroffenen Erwachsenen.

Prof. Zinsmeister ist vielen bekannt durch ihre Rechtsexpertise zur sog. Elternassistenz – ein Begriff, der in der Unterstützung von Eltern mit körperlichen oder Sinnesbehinderung geprägt wurde. Ihr Rechtsgutachten „Staatliche Unterstützung behinderter Mütter und Väter bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrages“ ist hier zum Download. In die gleiche Richtung zielt ihr Diskussionsbeitrag „Zum Anspruch behinderter Eltern auf staatliche Unterstützung bei der Versorgung und Betreuung ihrer Kinder (Elternassistenz) im eigenen Haushalt – Anmerkung zu LSG NRW, Urteil v. 23.02.2012 – L 9 SO 26/11, inzwischen rechtskräftig, nachzulesen hier. Mitgearbeitet hat sie auch bei der Stellungnahme des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge (dv) zur Elternschaft von Menschen mit Behinderungen / Beeinträchtigungen (hier).

Breiten Raum nahm auf der Jahrestagung auch der Austausch unter den (trotz Bahnstreik) gut 80 Expertinnen und Experten aus der gesamten Bundesrepublik ein. Am Nachmittag wurde die Arbeitsform des World Café gewählt. Von einigen Thementischen wurden Fotoprotokolle angefertigt (hier).

Gut angekommen ist eine Initiative von Dr. Marion Schnute (Uni Hildesheim) für Nachwuchs-WissenschaftlerInnen und -PraktikerInnen. Sie schlug eine Facebook-Gruppe https://www.facebook.com/groups/BAG.Nachwuchsgruppe/ vorum allen Studierenden und jungen WissenschaftlerInnen bzw. Fachkräften eine Plattform zu bieten. Moderiert wird die Seite von Dr. Schnute, Katharina Wirth (aus dem Team von Prof. Johannes Jungbauer) und Eva Brockmann (vom Institut von Prof. Lenz).  In der Gruppe sollen künftig Links zu Tagungen / Veranstaltungen, Literatur, Studien und allen allgemeinen Fragen rund um Studium und Qualifikationsarbeiten gepostet werden können.

Die Tagung wurde hervorragend organisiert vom Team des Starke-Kinder-Projekts der Werkgemeinschaft Rehabilitation Wiesbaden (PSZ Mitte mehr). Beeindruckend auch das persönliche Grußwort von Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich. Hier das Programm.

Jahrestagung 2014 – Andernach

Hier können Sie die Beiträge von der BAG-Jahrestagung am 9.5.2014 in der Rhein-Mosel-Fachklinik in Andernach anschauen. Das Thema der Tagung lautete „Für eine sichere Entwicklung sorgen – Kinder psychisch erkrankter Eltern“ (Ausschreibung). Die Vorbereitung lag bei Frau Ingrid Klee, Diplomsozialarbeiterin der Klinik, und Andreas Schrappe, EBZ Würzburg.

  • Andreas Schrappe: „Einführung. Fachpolitische Zugänge“ (Download 0,3 MB)
  • Erika Hohm: „Für eine sichere Entwicklung sorgen“ (Download 1,1 MB)
  • Erika Hohm: „Frühe Hilfen – am Beispiel des Netzwerks Mannheim“ (Download 1,4 MB)
  • Erika Hohm: „Mutter-Kind-Interaktion. Aus der Mannheimer Risikostudie“ (Download 1,8 MB)

Jahrestagung 2013 – Hamburg

Die BAG-Jahrestagung 2013 fand am Freitag, 26.4.2013 in Hamburg statt. Das Motto lautete „Back to the roots – ein Netzwerk lebt!“ Die Vorbereitung lag bei dem Team um Prof. Dr. Silke Wiegand-Grefe, Projekt CHIMPs des UKE Hamburg. Hier die Einladung mit dem Programm.

Am Folgetag, Samstag 27.4.2013, gab es ein Treffen von erwachsenen Kindern psychisch kranker Eltern, ebenfalls in Hamburg. Einladung ist hier, Infos dazu hier.

Jahrestagung 2012 – Göttingen

Die Jahrestagung der BAG „Kinder psychisch erkrankter Eltern“ fand am 11.5.2012 in Göttingen statt. Organisiert wurde sie von der „AG zur Unterstützung von Familien mit psychisch kranken Elternteilen“ in Göttingen. Zum Lesen oder Download hier die Vorträge:

  • Manuela Rösel „Die Borderline-Persönlichkeitsstörung: Hauptmechanismen und Konsequenzen für involvierte Kinder“ hier.
  • Dr. Willy Herbold-Schaar „Mögliche Auswirkungen von elterlichen Persönlichkeitsstörungen auf die Entwicklung der Kinder. Das Konzept des invalidierenden Umfelds“ hier.
  • Dr. Michael Hipp „Klient-Helfer-Dynamik in der Arbeit mit psychisch kranken Eltern. Bindungsaufbau, Beziehungsfallen, Kontextsicherung“ hier.
  • Prof. Dr. Manfred Neuffer „Möglichkeiten von Case Management in der Arbeit mit Kindern psychisch kranker Eltern“ (nicht erhältlich).

Jahrestagung 2011 – Bremen

Im Mittelpunkt der Tagung in Bremen stand das Thema „Kooperation“ – was sind die Merkmale, die Vorbedingungen für gelungene Kooperation? Die Organisation hatte Prof. Dr. Sabine Wagenblass von der Hochschule Bremen, Studiengang Soziale Arbeit, in Kooperation mit weiteren Bremer Initiativen übernommen. Einladung hier. Zum Download hier die Beiträge von:

  • Dr. Mike Seckinger, München: „Mythos Kooperation – oder wie aus dem Mythos doch noch Realität werden kann“ hier.
  • Heike Haaranen und Brigitte Kreiner, Bremen: „Kokon – Wohngemeinschaft für psychisch kranke Eltern und ihre Kinder!“ hier.
  • Dr. Michael Hipp: „Präventive Hilfen für psychisch kranke Eltern und ihre Kinder“ hier.
  • Beatrix Karen und Marcel Hellmich, Duisburg: „Netzwerke für Kinder psychisch kranker Eltern“ hier.
  • Birgit Gunder, München: „Koordination Münchner Netzwerk“ hier.

Jahrestagung 2010 – Würzburg

Sie fand am 7. Mai 2010 in Würzburg statt. Das Schwerpunktthema war „Evaluation – Forschungszugänge und Ergebnisse“, Einladung / Programm hier. Neben Berichten von aktuellen bundesdeutschen Forschungsprojekten war Raum für die Darstellung neuer Arbeitsansätze (Ideenbörse) und die Weiterentwicklung der BAG (Mitglieder, Website, …). Zum Download die Beiträge von: